Aus dem Einsatzgeschehen der Feuerwehr
 
Nachdem das Jahr 2015 nur wenige Stunden zuvor zu Ende gegangen war, wurde die Feuerwehr Rabenau am Neujahrsmorgen gegen 05:00 Uhr schon zum ersten Einsatz des neuen Jahres alarmiert.
 
In der Bahnhofstraße in Rabenau brannte ein an das Wohngebäude angebautes Carport mit Schuppen sowie die Garage nebst dem dort befindlichen Kfz in voller Ausdehnung, das Feuer drohte dabei auf das Wohnhaus überzugreifen. Daraus entwickelte sich ein Großeinsatz an dem neben den Feuerwehren aus Rabenau, Oelsa, Karsdorf und Obernaundorf auch Kräfte der Stadt Freital und aus Possendorf beteiligt waren.
Letztendlich konnte Dank des raschen und gezielten Eingreifens der beteiligten Feuerwehren sowie eines umfassenden Löschangriffs mit 5 Strahlrohren ein Übergreifen des Feuers auf das Wohnhaus verhindert werden, die Nebengebäude wurden jedoch ein Raub der Flammen und brannten völlig ab.
Die Bewohner des Hauses konnten sich selbst ins Freie retten, wobei zwei Personen vom Rettungsdienst vorsorglich zur Untersuchung ins Krankenhaus verbracht wurden.
Die Nachlösch- und Aufräumarbeiten waren sehr aufwändig, so dass der Einsatz erst nach fast 6 Stunden beendet werden konnte.
Dank gilt den über 60 freiwilligen Einsatzkräften die trotz der "kurzen" Silvesternacht tatkräftig zur Verfügung standen. Besonderer Dank auch an Frau Uta Richter von der Rabentränke, die zur frühen Stunde die Versorgung der Einsatzkräfte mit warmen Getränken übernommen hat.
     
     
Bei diesem Einsatz hat sich wieder einmal deutlich gezeigt, wie wichtig für die Bevölkerung eine personell ausreichend besetzte, umfassend ausgebildete und technisch gut ausgestattete Feuerwehr ist.
Im Jahr 2015 wurden die sechs Ortsfeuerwehren der Stadt Rabenau zu insgesamt 40 Einsätzen alarmiert, davon
  • zehn Brände,
  • ein Verkehrsunfall,
  • sechs überörtliche Einsätze,
  • vier Tragehilfe für den Rettungsdienst,
  • zwei Fehlalarmierungen durch Auslösung von Brandmeldeanlagen und
  • siebzehn technische Hilfeleistungen.
Der größte Einsatz im Jahr 2015, über den bereits zur Jahresmitte hier ausführlich berichtet wurde, ereignete sich Samstag, dem 06. Juni gegen 14:00 Uhr. In der Dippodiswalder Heide war im Bereich des steinernen Messer ein Waldbrand ausgebrochen, der sich aufgrund der lang anhaltenden Trockenheit auf eine Fläche von ca. 20.000 m² ausgedehnt hatte. Die Brandbekämpfung im unwegsamen und nicht mir Fahrzeugen zu erreichendem Gelände war äußerst aufwändig und personalintensiv.

Im 2. Halbjahr ereignete sich der größte Einsatz am Sonntag, dem 30.08.2015 auf der Bundesstraße B170, wo ein von einem Traktor gezogener Langanhänger mit ca. 20 gepressten Strohballen aus unbekannter Ursache in Brand geraten war. Nachdem der Fahrer die Zugmaschine noch abkoppeln konnte, brannte der Strohanhänger in voller Ausdehnung und die Feuerwehren aus Karsdorf, Oelsa und Rabenau mussten mit mehreren Strahlrohren den Brand bekämpfen.
Zur Unterstützung und Sicherstellung der schwierigen Löschwasserversorgung wurden noch weitere Fahrzeuge aus Kreischa, Oberhäslich und Dippoldiswalde angefordert. Um die Strohballen auseinander zu ziehen und das Feuer gänzlich zu löschen wurde auch noch ein Rückezug und ein Bagger der Firma Behrisch aus Karsdorf eingesetzt.
Daneben mussten wir im 2. Halbjahr 2015 bei einem schweren Verkehrsunfall auf der B170 eine Person aus ihrem eingeklemmten Fahrzeug befreien und wiederholt dem Rettungsdienst Zugang zu Wohnungen von hilfsbedürftigen Personen verschaffen. Auch eine Vielzahl von Ölspuren waren zu beseitigen, ebenso wie umgestürzte Bäume von den Straßen zu räumen und Entstehungsbrände u.a. in Wäldern und am Gleisbereich der Weißeritztalbahn zu löschen. Insgesamt sechs Mal unterstützen wir im überörtlichen Einsatz unsere benachbarten Kommunen bei der Brandbekämpfung, insbesondere mit dem Tanklöschfahrzeug der Ortsfeuerwehr Rabenau.
Bei den 40 Einsätzen des Jahres 2015 kamen insgesamt 484 Kameraden der Gemeindefeuerwehr zum Einsatz, die allein dabei über 890 Stunden ehrenamtlichen Einsatzdienst geleistet haben.
Allen Einsatzkräften möchte ich an dieser Stelle dafür herzlichen Dank sagen.
 
Armin Groß
Gemeindewehrleiter
 
 
 
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